Wissenswert für Schulen
Warum es wichtig ist, in Schulen zu spielen
Vor allem im Pflichtschulbereich sollte allen Kindern die Möglichkeit dieser Bildung geöffnet bleiben.
Als Bereicherung des Unterrichtes zeigen wir richtungweisende Werke der europäischen Theaterliteratur.
Namen wie: Grillparzer, Nestroy, Raimund, Goldoni, Molière, Oscar Wilde, Tschechow, um nur einige zu nennen, sollen den Schülern nicht fremd bleiben.
Mit den - wie manche Lehrer sagen - "interessierten" Schülern in ein Theater zu fahren ist zwar eine Ergänzung nach oben, wird aber unsere Arbeit in der Breitenwirkung kaum ersetzten können.
Unsere Aufführungen direkt an der Schule beanspruchen den geringmöglichsten Zeitaufwand und sind zudem kostengünstig.
Theater ist ein unmittelbares Erlebnis, das von der Qualität und von der Dichte des Gebotenen lebt
und nicht von einer bestimmten räumlichen Umgebung.
Schultheater ist eine der verantwortungsvollsten Theaterarbeiten überhaupt!
Es hat einen Bildungsauftrag zu erfüllen, daher muss die Auswahl der Stücke den Horizont der Allgemeinbildung erweitern. Durch gute Inszenierung und Ausstattung muss zudem für einen hohen Unterhaltungswert gesorgt werden. Das im Rahmen einer Tournee Bestmögliche darf für den Schulbetrieb gerade gut genug sein!
Aufführungen von "Theaterring - AustriaTournee" werden seit über 30 Jahren diesen Anforderungen gerecht.
Zudem: Theateraufführungen regen vielfach zur Nachahmung an und Pädagogen sind sich einig:
Die befreiende Wirkung des Spieles und das soziale Miteinander können helfen, Aggressionen abzubauen.
Bei uns werden immer komplette Theateraufführungen gezeigt!
Die Schüler sollen die Stücke möglichst so sehen, wie sie der Dichter gemeint haben wird.
Einige Produktionen in unserer langjährigen Tourneearbeit:
Der Geizige (Molière), Der Talisman (J. Nestroy), Der Diener zweier Herren (C. Goldoni),
Der Barbier von Sevilla ( Beaumarchais), Christoph Kolumbus (Jura Soyfer) ,
Der Traum ein Leben (Franz Grillparzer), Lord Arthur Saviles Verbrechen (Oscar Wilde),
3. November 1918 (Franz Th. Csokor) u. v. a.
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Unsere vorbildliche Bühnentechnik Der Bühnen LKW
kommt ca. 2 Stunden vor
Beginn, zwei Techniker bauen
ein Spielpodium auf (0,7 m hoch)
und richten Kulissen, Ton und Beleuchtung ein. Dann kommt der Bus mit den
Schauspielern
und die Vorstellung kann beginnen. Dank dieser Technik können alle
Zuschauer gut sehen.
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Diese Produktion
steht ab Mai 2011 zur Verfügung
Der Verschwender
Zaubermärchen mit Gesang
von Ferdinand Raimund
Die Grundzüge des Stückes sind allgemein gut verständlich und der moralische Hintergrund ist so dargelegt, dass die guten Taten im Leben schließlich belohnt werden.
Personen und Ihre Darsteller
Eva-Christina Binder:
Cheristane/Altes Weib
Adi Straßmayr: Julius v. Flottwell
Tristan Jorde: Mons. Dumont/Bettler
Andrea Nitsche: Juwelier/Jagdgast/Amalie/Bediente
Manfred Sarközy/Christoph Prückner: Baumeister Sockel/Jagdgast/Präsident
Hannes Prugger: Wolf, ein Bedienter
Reinhard Steiner/David Czifer: Valentin, ein Tischler
Katja Hoffmann: Rosl, seine Frau/Kammermädchen
Inszenierung:
Adi Straßmayr
Musik: C. Kreutzer / S. Kerschbaum / S. Berg
Bühnenbild:
Norbert Art-Uro
Kostüme:
Waltraud Straßmayr
Bühnentechnik:
Manfred Strobl und Team

Wichtig, besonders für
Schüler!
Mehrfachrollenübernahme
In vielen Bühnenstücken, besonders in jenen der klassischen Literatur, sind oft
sehr viele Mitwirkende (Rollen) vorgesehen.
Im Tourneebetrieb können nicht so viele Schauspieler mitreisen, andererseits
aber müssen die Rollen für den Ablauf der Handlung doch besetzt sein. Deswegen
kommt es dazu, dass ein Schauspieler eben mehrere Rollen spielen muss.
Das stellt besondere
Anforderungen an den Künstler. In kürzester Frist müssen Kostüme, oft auch Maske
gewechselt werden und damit schlüpft der Schauspieler in eine ganz andere
Person.
Das kann gerade für Schüler, die ja noch keine Theatererfahrung haben, manchmal
etwas verwirrend sein.
In dieser Produktion kommt es auch zu dieser Einteilung. Wir halten es daher für sinnvoll, wenn in der
Vorbereitung darüber gesprochen wird.
Die Hauptrollen bleiben dabei aber durchgehend gleich besetzt.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass dieser gekonnte Rollenwechsel vom Publikum gut
verstanden wird. Mit diesem "Kunstgriff" ist es möglich, auch personenreiche
Stücke werkgetreu auf zu führen.
Die Handlung:
Die Fee Cheristane hat den Auftrag, mit den Perlen ihrer Krone auf der Erde Gutes zu tun.
Sie verliebt sich aber in den jungen Julius Flottwell so sehr, dass sie fast alle Perlen
nur an seine Familie gibt, die daraufhin unermesslich reich wird.
Julius verwendet und verschwendet den Reichtum für rauschende Feste, Jagden, für
immens teuren Schmuck, für protzige Bauvorhaben und dazu findet er "Freunde"
genug, die sich in seinem Haus breit machen.
Cheristane erkennt, dass es ihr mit all den Schätzen nicht gelungen ist, ihren
geliebten Flottwell glücklich zu machen. Mehr noch: sie muss sich eingestehen,
dass sie es war, die ihm die Möglichkeit gegeben hat, zu einem Verschwender zu
werden.
Die letzte Perle – bevor sie wieder ins Feenreich zurückkehren muss – verwendet
sie, um den Bettler Azur zu erschaffen. Er wird es sein, der nach Jahrzehnten nochmals eingreift, um Flottwell zu retten.
Nun folgen wir der realen Handlung und sehen ein spannendes Leben vor unseren
Augen ablaufen.
Wir lernen Menschen der verschiedensten Art kennen: Den treuen Diener Valentin,
seine resolute Frau Rosl, den verschlagenen Diener Wolf, hochgestellte
Persönlichkeiten, einen korrupten Baumeister....
Nach verschiedenen Verwicklungen, kommt es schließlich zu einem Duell.
Flottwell flüchtet nach England, verliert dort seine Familie und sein ganzes restliches Vermögen.
Nach zwanzig Jahren kehrt er heim und steht völlig verarmt vor einem desolaten
Schloss, das einstmals ihm gehört hatte.
Der Tischler Valentin ist der einzige Mensch, der ihn noch erkennt und der ihn auch bei sich aufnimmt.
Und hier greift, wie vorhin erwähnt, nochmals die Überwelt ein. Azur gibt das zurück, was er sich einst von Flottwell
erbettelt hatte. Damit aber kann dieser seine letzten Lebensjahre in Zufriedenheit verbringen.
Die Interpretation:
Raimund bezeichnet dieses Werk als „Original-Zaubermärchen“ und
bleibt damit dem Theater des Biedermeier treu.
Aber die Verbindungen zur "Überwelt" sind hier wohl viel weiter zu sehen.
Im Glauben der Menschen haben schon immer schicksalhafte Mächte eingegriffen.
Denken wir an die Nornen als Schicksalsgöttinnen der nordischen Mythologie,
an die Götter im griechischen Altertum, die sich sogar mit Menschen gepaart haben
aus denen Halbgötter entstanden sind, an das weite Feld der Fantasie und
denken wir schließlich auch an die Verwurzelung zur Religion. -
Das vorliegende Werk verwendet den Zauber eher als „Deus ex machina“.
Raimund verweist ausdrücklich in seinem Text darauf, dass er ein absolut realistisches Geschehen auf die Bühne bringt.
Er lässt die Fee Cheristane sagen:
„Kein Fatum herrsch’ auf seinen Lebenswegen/er selber bring’ sich Unheil oder Segen/und da er frei von allen Schicksalsketten/kann ihn sein Ich nur von Schmach erretten.
Die handelnden Personen weisen ganz bestimmte Charaktereigenschaften auf, nach denen dramaturgisch begründet ihr Leben verläuft.
Die Charaktere:
Flottwell als „Verschwender“ ist zweischichtig zu sehen. Verschwendung kann als Laster bestraft, als Freigibigkeit jedoch belohnt werden. Und so kann Flottwell
nicht als schlechter Mensch bezeichnet werden. Er ist keineswegs vergleichbar
mit z.B. einem Lügner, oder dem Geizigen. Sein Vergehen liegt hier gewiss in der
Maßlosigkeit.
Das Leben verweist darauf, bei Zeiten zu sparen und vernünftig zu wirtschaften.
Valentin, im Schloss als Tischler angestellt, verkörpert den arbeitsamen, verlässlichen, ehrlichen und treuen Menschen. Er führt ein zwar karges, aber rechtschaffenes Leben. Begleitet von seiner Frau
Rosl, sie ist die Realistin. Da und dort wird sie ihren Mann
darauf aufmerksam machen, dass das tägliche Leben gewisse Härten verlangt.
Wolf, der Diener, vereinigt in sich die negativen Eigenschaften eines Menschen. Er ist
habgierig, verschlagen, korrupt, intrigant und lügenhaft.
Ein Baumeister, in dessen Figur der Dichter die Korruption anspricht. Man ist direkt in die „Verhandlungen“ mit eingebunden und erkennt, auf welch schmalen Wegen sich solche Gespräche oft bewegen.
Zur Person von Ferdinand Raimund:
Der Dichter wurde am 1. Juni 1791 in der Wiener Vorstadt Mariahilf geboren. Sein Vater war Kunstdrechsler. Er besuchte die Schule St. Anna und kam wegen der beschränkten Vermögensverhältnisse seiner Eltern in eine Zuckerbäckerlehre. Im Jahr 1805 früh verwaist, entfloh er bald dem verhassten Beruf und ging zum Theater. Nach Jahren in der Provinz wurde er 1813 an das Theater in der Josefstadt engagiert.
1817 wechselte er als Schauspieler und Regisseur an das Leopoldstädter Theater, wo er 1828 Direktor wurde.
Der beliebte Volksschauspieler avancierte in der Folge zum erfolgreichen
Theaterautor.
Menschliche Enttäuschungen und der Hang zur Melancholie ließen ihn aber schwer
erkranken.
Ein Hund hatte ihn gebissen und er meinte, die Tollwut zu bekommen. Aus Angst
davor und in einem Anfall von geistiger Verwirrung nahm er sich am 5. September
1836 das Leben.
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Kindertheater
für den
Volksschulbereich
in
Vorbereitung für Termine ab Mai 2012
WAS WIRD AUS ROTKÄPPCHEN?
WIRD WAS AUS ROTKÄPPCHEN?
nach einer Spielvorlage von Ferenc Kaller
Kinder werden von einem ausgeschriebenen Wettbewerb angespornt,
das Märchen vom Rotkäppchen zu spielen, um eine Weltreise zu gewinnen. Schnell
gehen Sie ans Werk, müssen aber dann erfahren, dass so manche Schwierigkeiten zu
überwinden sind. Sie improvisieren aber sehr geschickt und bringen mit Hilfe von
Gegenständen des täglichen Lebens dann doch das Märchen auf die Bühne.
Dieses Stück regt die Fantasie und die Spielfreude an und
ist damit pädagogisch äußert wertvoll.
Ein paar kurze Schulkritiken
...... Es wurden Konfliktsituationen dargestellt,
wie sie auch Kindern immer wieder in Freizeit und Schule begegnen. Schließlich
ergab sich immer wieder eine erleichternde und offensichtlich sehr beglückende
Lösung jeder Konfliktsituationen. Manchmal wurden die Lösungsmöglichkeiten von
den Schauspielern vorher angeboten, und die Kinder konnten durch laute
Befürwortung oder Ablehnung ihre Meinung kundtun .......
...... Es war sehr gut, dass teilweise alle Kinder während des Spiels
mitbeteiligt waren .....
...... Ich hatte nie das Gefühl, dass sich die Kinder langweilten, weil sie in
das Spiel miteinbezogen wurden.
Sehr interessant war für mich, dass sofort nach der Aufführung der Wunsch
bestand, das Märchen nachzuspielen. Die Aufführung hat gezeigt, dass man mit
einfachsten Mitteln Märchen selbst nachspielen kann ......
....... Kinder und Lehrer waren von der Darbietung sehr begeistert und waren
sich einig in der Meinung: So eine Theateraufführung möge es bald wieder geben!
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AUSTRIA - TOURNEETHEATER in PERNITZ
Kritik zu unserer Aufführung am 14. April 2010
Minimaler Aufwand, maximale Wirkung:
Das AUSTRIA - Tourneetheater spielt für die Hauptschule Pernitz
Das AUSTRIA-Tourneetheater gastierte wieder einmal zur Freude von Schülern und Lehrern in Pernitz.
Zur Aufführung gelangten die Posse „Frühere Verhältnisse“ von Johann Nestroy und das Lustspiel „Wer ist schuldig“ von Franz Grillparzer.
Die Gegenüberstellung dieser beiden Lustspiele ist besonders interessant!
Grillparzer ist der feinen Sprache und dem klassischen Stil verpflichtet, er hat sein Stück in Reimen geschrieben. In seinem Spiel geht es um die Eifersucht zweier sich liebender Eheleute.
Der volkstümliche Dichter Nestroy schaut dem "Volk aufs Maul" und wir amüsieren uns köstlich über die vielen lustigen Situationen. Aber auch diesem Stück liegt die lebensnahe Situation zugrunde, dass wohlhabende Menschen durch unvorhergesehene Lebensumstände in Armut geraten können
Was generell an Nestroy reizt, ist einerseits diese wundervolle Sprache, gespickt mit Wortwitz, die das Originellste und Beste, aber auch das Abgründigste der „österreichischen Seele“ einfängt. Und anderseits diese allgemein gültige Darstellung menschlicher Nöte, die auch heute noch genauso aktuell ist wie zu Nestroys Zeiten.
Die einaktige Posse mit Gesang gehört sowohl zu den letzten als auch zu den reifsten Werken Nestroys. Mit einer aufs Minimum reduzierten Personenkonstellation von nur vier Figuren gelingt es ihm, innerhalb kürzester Zeit das maximale Chaos auf der Bühne zu entfalten.
FRÜHERE VERHÄLTNISSE machen den vier Protagonisten ordentlich zu schaffen: Dem Herrn von Scheitermann (Holzhändler), Josephine (dessen Frau), Anton Muffl (Hausknecht) und auch der Peppi Amsel (Köchin).
Wer ist Diener – wer ist Herr? „Das Fatale an früheren Verhältnissen ist, dass sie später oft aufkommen tun“, sinniert Diener Muffl.
Rund um diese Erkenntnis flicht Nestroy (1801-1862) eine Geschichte über Vertuschung und Enthüllung und es entzündet sich ein Spiel um Status und Reichtum, um Schein und wahre Liebe.
Alle haben sie etwas zu verbergen, doch die Vergangenheit holt sie ohne Ausnahme ein…
Wie immer bei Nestroy hat die Geschichte mit ihren Wirrnissen zwischen den festgefahrenen Ständen, mit dem Existenzkampf hier und dem Reichtum dort nichts von seiner Aktualität eingebüßt.
Uraufgeführt wurde das 4-Personen-Stück 1862 mit Nestroy in der Rolle des Muffl.
Den Künstlern des AUSTRIA -Tourneetheaters gelang es wieder einmal mit Können, Engagement und sichtbarer Spielfreude dieses zu den letzten und reifsten Werken Nestroys gehörende Stück für die interessierten jugendlichen Theaterbesucher umzusetzen!
Dies gilt in vollem Umfang auch für das zweite Stück dieses Gastspiels, Franz Grillparzers „Wer ist schuldig“!
Wir haben es hier mit einem Frühwerk des Dichters zu tun, er hat es 20-jährig geschrieben. Trotz seiner Jugend spürt man doch schon die spätere Meisterschaft, Charaktere mit großer psychologischer Tiefe zu zeichnen, wie z. B. später in "Der Traum, ein Leben".
Über dem ganzen Stück aber liegt die Freude des jugendlichen Genies, Menschen aus der Phantasie zum Leben erwecken zu können.
Der Gärtner schleicht durch den Park und nimmt heimlich aus einer Blumenvase einen Brief an sich.
Die Dame des Hauses überrascht ihn dabei. Er versucht den Brief zu verbergen, muss ihn dann aber doch hergeben. Die nur aus den Anfangsbuchstaben bestehende Unterschrift M. H., die mehrere Deutungen zulässt, führt jetzt, weil auch der Gatte dazu kommt, zu großen Verwicklungen.
Die Eheleute beginnen sich der gegenseitigen Untreue zu verdächtigen. Das geht sogar so weit, dass diese beiden Buchstaben M. und H. der Unterschrift nach und nach scheinbar zu den verschiedensten Buchstaben im ABC werden und die Frage wird brennend: "Wer ist schuldig?"
Dass es dann dennoch, wie könnte es in einem Lustspiel anders sein, zu einem glücklichen Ende kommt, versöhnt schließlich alle wieder.
Schüler und Lehrkräfte der HS Pernitz und der PTS Pernitz sehen dem Programm des AUSTRIA – Tourneetheaters für die Saison 2011 mit Freude entgegen!
HOL Peter Krachler |